Josefskapelle

Wandbehang mit Szenen aus dem Leben des Hl. Josef
von Hermine Aichenegg-Rieger (1915 - 2007)


"Die Intimität des Monumentalen" - so der Titel eines Nachrufes auf jene Künstlerin, die u. a. auch den Wandbehang in der Josefskapelle in unserer Kirche geschaffen hat. Intimität ist sicherlich ein Merkmal dieses Ortes des Gebets. Als monumental mag man auch das Thema des Wandbehanges bezeichnen, angesichts der Rolle der Gottesmutter Maria in der Heilsgeschichte. Intimität wiederum in der Zurücknahme, die den heiligen Josef als Beschützer der Heiligen Familie in den dargestellten Episoden über Empfängnis, Geburt und Jugendjahre Jesu Christi zeigt.


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Hermine Aichenegg-Rieger widmete sich in ihrem künstlerischen Schaffen besonders der Wandmalerei, hier insbesondere der Technik des Sgraffito. Ihre Entwürfe zur künstlerischen Ausgestaltung kommunaler Bauprojekte der Stadt Wien wurden mit Preisen ausgezeichnet. Als Mitglied der Gemeinschaft Bildender Künstler und der Wiener Sezession kann Hermine Aichenegg-Rieger, gemeinsam mit anderen, in den 50er Jahren als beispielhaft für die Stellung der Frau in der Kunst gesehen werden. Auch bei internationalen Ausstellungen fanden ihre Werke Anerkennung.


Der Pfarre Am Schüttel war sie durch ihren Neffen Michael Wagner, dessen Priesterberufung aus der Pfarre hervorging, verbunden.