Pfarrchronik

Chronik der Pfarre Am Schüttel

1925 wird unter Professor Dr. Alois Hackenberg, der als Religionsprofessor im Bundeskonvikt Josef Gall Gasse tätig ist, ein Kirchenbauverein im Wohnviertel „Am Schüttel“ gegründet.

 

Kirche alt


1926 erreicht Prof. Hackenberg die Überführung eines Holzkirchleins aus dem Barackenlager für Kriegsverwundete im 10. Bezirk, bei der „Spinnerin am Kreuz“. Dieser Holzbau wird kostenlos überlassen und in der Rustenschacherallee auf einem Betonfundament aufgebaut. Altarbild wird „Die Verklärung Christi“ von Prof. Bertold Löffler.
Kardinal Dr. Piffl weiht am 26. November diese Notkirche zum „Allerheiligsten Erlöser".
Pfarrkirche bleibt weiterhin St. Johann Nepomuk auf der Praterstraße.

1936 wird die seelsorgliche Betreuung dem Trinitarier-Orden übertragen.

1945 Die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges hinterlassen im heutigen Pfarrgebiet Zerstörung, Schrecken, Hunger und viele Tote. Auch das Holzkirchlein bekommt viele Granateinschläge ab.

1946 Am 1. Jänner wird das Gebiet laut Urkunde von Kardinal Dr. Innitzer zur eigenen Pfarrgemeinde „Am Schüttel“ erhoben.
Im März wird Provisor GR Raimund Matl zum ersten Pfarrer ernannt. Sowohl die Wohnung des Pfarrers, wie auch die Kirchenbeitragsstelle und die Pfarrkanzlei befinden sich im Haus Böcklinstraße 44.
Im Oktober wird Dr. Wilhelm Hochbichler zum Kaplan bestellt.

1948 Dr. Franz Puffer kommt als Kaplan in die Pfarre Am Schüttel.

1949 Kaplan Dr. Hochbichler wird in den Schuldienst bestellt und verlässt die Pfarre.
Kaplan Dr. Franz Puffer wird als Kaplan nach Wien-Oberlaa berufen.

1950 P. Paul Mondkowski wird neuer Kaplan, ebenso OSSt Martin Probson.

1954 erkrankt der erste Pfarrer vom „Schüttel“ GR Raimund Matl, er wird zum Konsistorialrat ernannt und geht in Pension.
An seiner Stelle wird GR Dr. Franz Rothstern im Juli zum Pfarrer bestellt.
Er erreicht zwar den Ankauf eines Bauplatzes für einen Kirchenneubau, jedoch wird die Durchführung vom erzbischöflichen Ordinariat zurückgestellt. Deshalb werden an der Holzkirche die Kriegsschäden beseitigt. Es müssen Reparaturen im Altarraum, an der Orgel und in der Sakristei durchgeführt werden. Die Piusglocke wird angeschafft.

1955 Es erscheint zum ersten Mal das Pfarrblatt.

 

Pfarrblatt1955.jpg


1959 Die Kapläne Mondkowski und Probson werden aus der Pfarre abberufen.

1960 Im Juni stirbt nach schwerer Krankheit Pfarrer Dr. Rothstern.
Kardinal Dr. Franz König setzt Edmund Decrinis - der bisher als Studienpräfekt tätig war - zum dritten Pfarrer ein.
Im Oktober beginnt der Bau der neuen Erlöserkirche nach den Plänen von Prof. Lorenz und Dipl.-Ing. Orba.

1961 Im Jänner kann das Fundament fertiggestellt werden.
Im Februar erfolgt die Grundsteinlegung durch Erzbischof Dr. Jachym und im Dezember wird Dachgleiche gefeiert.

 

Grundsteinlegung


Im Haus Böcklinstraße 35 wird für Kinder- und Jugendseelsorge und sonstige pfarrliche Bedürfnisse eine Eigentumswohnung angekauft und im Februar durch Dechant Msgr. Dr. Poch eingeweiht.

1962 ist für die Pfarre Am Schüttel ein „Weihejahr“.
Im April wird das Turmkreuz - bereits im neuen Kirchenraum - eingeweiht.
Im September erfolgt durch Weihbischof Dr. Weinbacher die Weihe der inzwischen angeschafften Josefsglocke. Die Glocken finden ihren Platz in der Glockenstube des heutigen Turmes.

 

Glockenweihe


Am 9. Dezember feiert Koadjutor Erzbischof Dr. Jachym mit der Pfarrgemeinde die Einweihung der neuen Erlöserkirche.

 

Kirchenweihe


1963 erfolgt der Abbruch des alten Holzkirchleins, wobei ungeahnte Schäden offenbar werden. Auf dem durch den Abbruch freigewordenen Grundstück wird mit dem Bau des Pfarrhauses begonnen.
Prof. Dr. Otto Albrecht und Dr. Ladislaus Kocsis sind bis 1964 als Kapläne hier tätig.

1965 Im Juni kann das neue Pfarrhaus bezogen werden. Erzbischof Dr. Jachym weiht es im Oktober.
Ein neuer Pfarr-Caritas-Kindergarten wird eröffnet und geweiht.

1966 Der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Opilio Rossi zelebriert am 9. November aus Anlass der 40-Jahr-Feier der Pfarre Am Schüttel eine Festmesse.

1967 wird Kaplan Walter Mück in die Pfarre Wien-Penzing berufen. An seiner Stelle kommt Kaplan Roman Lemberger.

1968 Am 8. September wird Dr. Gerhard Holotik aus unserer Pfarre zum Priester geweiht und feiert hier seine Primiz.

1969 Die Pfarre erhält Nachricht, dass Dr. Wilhelm Hochbichler - Kaplan am Schüttel von 1946 bis 1949 am 10. Juni verstorben ist.

1970 Der erst 27 Jahre alte Kaplan Roman Lemberger stirbt.
Dr. Karl Petenyi - ehemals Pfarrer in Ungarn - wird neuer Kaplan.

1972 Es werden erstmals Pfarrgemeinderatswahlen durchgeführt.
Im Dezember feiert Erzbischof Dr. Schoiswohl mit der Pfarrgemeinde „10 Jahre neue Erlöserkirche“.

1973 Am 20. Juni wird die neue Pfeifenorgel durch Weihbischof DDr. Jakob Weinbacher geweiht. Damit ist die Ausgestaltung der Kirche abgeschlossen.
Im Mai erfolgt eine Pfarrgebietsvergrößerung.

1974 Gründung der ersten Familienrunden.

1975 Im Juni gibt es zum ersten Mal eine Pfarr-Firmung. Firmspender ist Erzbischof Dr. Schoiswohl.
Ernst Bohac wird im November in der Pfarrkirche Penzing zum Diakon geweiht.

1976 ist ein Jubliäumsjahr: Pfarrer Edmund Decrinis feiert sein 25-jähriges Priesterjubiläum, die Pfarrgemeinde ihr 30 Jahr-Jubiläum und seit 50 Jahren gibt es Am Schüttel eine Erlöserkirche.

1977 Im März besucht Erzbischof Kardinal Dr. Franz König anlässlich einer Visitation die Pfarrgemeinde.

 

Koenig


Pfarrer Edmund Decrinis wird zum Dechant der Leopoldstadt gewählt und zum erzbischöflichen Konsistorialrat ernannt.
Kaplan Dr. Karl Petényi scheidet aus dem Seelsorgedienst der Erzdiözese Wien aus.
Dr. Leopold Mathias wird neuer Kaplan.

1980 wird wieder gefeiert. KR Dechant Edmund Decrinis ist seit 20 Jahren Pfarrer Am Schüttel. Seit 15 Jahren gibt es den Pfarr-Caritas-Kindergarten.

1981 Am 31. Mai wird die in der Erlöserkirche eingerichtete neue Josefskapelle geweiht.
Im August findet eine Pilgerfahrt nach Israel unter der Leitung von Kaplan Dr. Mathias statt.
Die Pfarrjugend beschließt die Herausgabe einer eigenen Jugendzeitschrift: „JAS AKTIV“ erscheint zum ersten Mal.

1982 Im September wird Kaplan Dr. Leopold Mathias zum Pfarrer in Wien-Favoriten bestellt.
Kardinal Dr. König zelebriert eine Festmesse zum Jubiläum „20 Jahre neue Erlöserkirche“.
Nach fünfjähriger Amtsperiode wird KR Pfarrer Edmund Decrinis von Pfarrer G. Volk als Dechant der Leopoldstadt abgelöst.

1984 Im Mai führt eine von Pfarrer Decrinis geleitete Pilgerflugreise nach Lourdes.
Die Pfarre wird vom Ableben von GR Prof. Dr. Otto Albrecht, der von 1963 bis 1964 als Kaplan hier wirkte, verständigt.

1985 Am 28. Februar stirbt Dr. Karl Petény, der von 1970 bis 1977 in der Pfarre als Kaplan tätig war.
KR Edmund Decrinis ist seit 25 Jahren Pfarrer Am Schüttel". Das wird mit einer Festmesse mit Weihbischof Dr. Helmut Krätzl gefeiert.
Lucjan Bielas, ein junger Priester aus Polen, der in Wien seine Studien weiterführt - wird für ein Jahr zum Aushilfskaplan bestellt.
Es wird mit dem Pfarrsaalumbau begonnen; Fußboden, Zwischendecke und Beleuchtung werden erneuert.

1986 Die Renovierung des Pfarrsaales wird mit dem Ausbau des Bühnenbereiches abgeschlossen.
Nach einer zweiten Hüftgelenksoperation und darauffolgenden Komplikationen im Mai muss Pfarrer KR Edmund Decrinis die Arbeit in der Pfarre mit Ende August zurücklegen.

 

DVolk


Mag. Ing. Wolfgang Kaes übernimmt als Moderator die Pfarre und wird am 14. Dezember von Bischofsvikar P. Josef Zeininger als neuer Pfarrer in sein Amt eingeführt.

1987 25 Jahre neue Erlöserkirche - die Festmesse am 8. Dezember feiert Bischofsvikar Pater Zeininger in Konzelebration mit Pfarrer Kaes, Altpfarrer Decrinis, Dechant Volk und den ehemaligen Kaplänen Mück und Bielas.
Das Pfarrcafé, eine mittlerweile aus dem Pfarrleben nicht mehr wegzudenkende Institution, wird ins Leben gerufen.

1988 Für die Josefskapelle wird ein von Hermine Aichenegg-Rieger gestalteter Wandbehang mit Bildern aus dem Leben des Heiligen Josef angeschafft.
Im Mai wird Michael Wagner aus unserer Pfarre zum Diakon geweiht.
Gegen Ende des Jahres wird Gerhard Gansterer zum Aushilfskaplan bestellt, kann aber krankheitshalber leider nicht lange hier bleiben.
Das Kommuniongitter in der Kirche wird entfernt.

1989 Am 29. Juni wird Diakon Michael Wagner zum Priester geweiht.

 

Primiz



Für das Schuljahr 1989/90 kommt Diakon Michael Scharf als Praktikant in unsere Pfarre.

1990 Am 29. Juni wird Diakon Michael Scharf zum Priester geweiht und feiert seine Nachprimiz am 23. September hier Am Schüttel.
Der Pfarrkindergarten feiert mit einem großen Erntedankfest am 7. Oktober sein 25-Jahr-Jubiläum.
Am 4. Dezember stirbt Magda Tuschanek im 76. Lebensjahr. Sie war von 1956 bis 1986 als Pfarrschwester und in der Pfarrkanzlei tätig.

1991 Altpfarrer KR Edmund Decrinis feiert mit der Schüttler Pfarrgemeinde sein 40-jähriges Priesterjubiläum.
Ernst Steindl kommt für ein Jahr als Praktikant in die Pfarre.
Franz Birnbaum ist seit 50 Jahren Organist am Schüttel.

1992 Am 8. November wird die 4. Glocke - die „Effataglocke“ - durch Bischof Schönborn geweiht.

 

Glocken


Zum Jahreswechsel 1992/93 findet das Europäische Jugendtreffen in Wien statt. 106.000 Jugendliche aus Europa sind nach Wien gekommen. Einige wohnen bei uns in der Pfarre.

1993 Am 6. November eröffnen wir unseren neuen Kindergarten in der Schüttelstraße 73.
Wolfgang Geiger wird Organist.

1994 Im Jänner muss das Turmkreuz abgetragen werden, da es dringend renovierungsbedürftig ist.

 

Kreuz alt


Am 27. Februar wird das neue Turmkreuz gesegnet und am nächsten Tag am Turm befestigt. Dabei wird festgestellt, dass der ganze Turm renoviert werden muss. Nach der Vorbereitung und einer lebendigen Diskussion in der Pfarre werden die Arbeiten eingeleitet.
Wolfgang Lassl absolviert sein pastorales Praxisjahr in unserer Pfarre.

1996 Altpfarrer Edmund Decrinis feiert am 26. Juni sein 45-jähriges Priesterjubiläum. Am 29. Juni feiert Pfarrer Wolfgang Kaes sein 15-jähriges Priesterjubiläum.
Während dieses Jahres werden auch die Räume des alten Kindergartens in der Sellenygasse umgebaut und als Begegnungszentrum der Pfarre zur Verfügung gestellt. Die Eröffnung und Segnung erfolgt am 10. November im Rahmen des Patroziniums.
Pfarrer Wolfgang Kaes wird zum Pfarrer in St. Benedikt am Leberberg (Wien 11) bestellt. Bis zur Fertigstellung der dortigen Kirche bleibt er noch Pfarrer am Schüttel.
Am 3. Dezember verstirbt Altpfarrer Edmund Decrinis.

1997 Am 22. Juni wird Pfarrer Kaes nach elf Jahren pastoraler Tätigkeit verabschiedet.
Am 1. September übernimmt Mag. Anton Mayrhofer die Pfarre und wird am 21. September von Bischofsvikar Anton Berger in sein Amt eingeführt.
Unser ehemaliger Praktikant Markus Beranek feiert am 14. September am Schüttel seine Nachprimiz.
Der Oktober bringt eine wichtige technische Neuerung: Wir sind im Internet und haben eine eigene Homepage.
Vom 2. bis 9. November unternimmt eine Gruppe aus 26 Teilnehmern eine Reise ins Heilige Land.
Der Jahreswechsel bringt wieder ein Jugendtreffen: 90 Jugendliche sind im Rahmen des Taizétreffens zu Gast in unserer Pfarre.

1998 Der Erzbischof von Wien, Kardinal Schönborn, visitiert unsere Pfarre. Als Höhepunkt wird am 8. März ein feierlicher Gottesdienst gefeiert.
Mit Ende August resigniert Pfarrer Mayrhofer auf die Pfarre und wird mit 1. September Pfarrer in Großmugl/NÖ.
Am 1. September übernimmt Mag. Michael Ciurej als Moderator unsere Pfarre.
Nach 35 Jahren im kirchlichen Dienst tritt Mesner Leopold Franer in den Ruhestand. Den Mesnerdienst übernehmen ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus der Pfarre.
Am 17.Oktober wird Mag. Ciurej von Bischofsvikar Anton Berger der Pfarre offiziell vorgestellt.
Am 20. Oktober wird das erste Pfarrforum abgehalten. Der Ist-Zustand der Pfarre wird analysiert und es werden Pläne für die Zukunft gemacht.

1999 Im September nimmt die bisherige Sekretärin Gertraud Lettmüller Abschied von der Pfarre. Die Kanzleistunden werden aus Ersparnisgründen reduziert. Neue Pfarrsekretärin wird Gerda Moser.
Im September wird die Fußwallfahrt nach Mariazell unter der Leitung von DI Architekt Werner Nuhsbaumer wiederbelebt.
Im Oktober beginnt der Umbau des Pfarrhauses. Das ganze Pfarrhaus bekommt neue Fenster. Im ersten Stock entstehen eine Gäste- und eine Studentenwohnung sowie ein Caritas-Zimmer, und im zweiten Stock wird eine neue Wohnung für den Pfarrer und eine Mietwohnung errichtet.

2000 Im Mai beginnt in unserer Pfarre die Hausbesuchsaktion „Grüß Gott 2000“. In den kommenden Jahren sollen alle Pfarrbewohner besucht werden. Der Pfarrer und eine Gruppe von MitarbeiterInnen gehen von Tür zu Tür und begrüßen alle Pfarrbewohner. Ungefähr 70 Prozent der Besuchten öffnen die Tür und dabei kommt es nicht selten zu interessanten Gesprächen.
Im Sommer pilgert unsere Pfarre mit der Bibel in der Hand auf den Spuren des Volkes Gottes durch Ägypten, Jordanien und Israel.
Mit Ende dieses Jahres haben wir die Schulden für die Turmsanierung vollständig zurückbezahlt.

2001 Das Pfarrforum wird zum erweiterten Pastoralausschuss umgestaltet.
Im Mai beginnen die Überlegungen über die Notwendigkeit der Kirchenrenovierung und eines Umbaus des Presbyteriums. Am 27. Mai findet die erste symbolische Sammlung statt. Die Bestandsaufnahme der Kirche soll erfolgen, nachdem die Renovierung des Pfarrhauses abgeschlossen ist.
Drei verdiente Pfarrmitarbeiter - Brigitte Dörner, Béatrice Dorffner und Herbert Würz - die über viele Jahre die Pfarre mit großem persönlichen Einsatz geprägt haben, erhalten aus den Händen von Generalvikar Schuster den Stephanusorden in Bronze verliehen.

 

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Im Oktober führt eine Buswallfahrt eine Gruppe von 20 Pfarrmitgliedern zu heiligen Stätten in Frankreich: Ars, Lourdes, Nevers und in Paris die Kapelle der Wundertätigen Medaille und das Sanktuarium des Hl. Vinzenz von Paul.
Im November wird der Umbau des Erdgeschosses des Pfarrhauses begonnen. Zwei Windfänge aus Glas werden eingebaut und die Stiege auf der Gartenseite wird neu gestaltet. Das Pfarrhaus bekommt auch eine Wärmedämmung.

2002 Ein Höhepunkt im Pfarrleben ist der Besuch des Pariser Erzbischofs, Kardinal Jean-Marie Lustiger. Im Rahmen des Startfestes zur Stadtmission 2003 feiert er zusammen mit der französischen Delegation am 4. Mai in unserer Kirche eine Heilige Messe.

 

Lustiger


Zum Ende des Arbeitsjahres wird der Umbau des Pfarrhauses abgeschlossen.
Als Nachfolger von Gerhard Volk wird Ferenc Simon, Pfarrer Am Tabor, Dechant, unser Pfarrer Mag. Ciurej wird Vizedechant.
Wie schon im Jahr 2000 in Rom nehmen wieder einige Jugendliche unserer Pfarre am Weltjugendtreffen mit Papst Johannes Paul II., diesmal in Toronto, teil.
Durch das Jahrhundert-Hochwasser dieses Sommers wird auch die Pfarre in Mitleidenschaft gezogen. Im Keller des Pfarrhauses steigt das Grundwasser auf 80 Zentimeter Höhe und richtet großen Schaden an, vor allem an der Heizung. Die schweren Regenfälle zeigen auch, dass Dach und Isolierung der Kirche sanierungsbedürftig sind.
Der ehemalige Diakonpraktikant der Pfarre Michael Scharf wird mit 1. September Leiter des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien.
Ab September übernimmt Michaela Schwarz die Leitung unseres Pfarrkindergartens.
Eine Pilgergruppe folgt in der Westtürkei den Spuren der Apokalypse.
Ab Oktober übernimmt Pfarrer Michael Ciurej eine Lehrtätigkeit an der Päpstlichen Akademie in Krakau, für die er einmal im Monat für einige Tage nach Polen fährt. Zu seiner Unterstützung kommt ein Aushilfskaplan in die Pfarre: Guidelbertus Tanga aus Indonesien, der im Rahmen eines pastoralen Studienprogramms für einige Jahre nach Österreich gekommen ist.
Am 8. Dezember zelebriert Generalvikar Schuster einen Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums „40 Jahre neue Erlöserkirche“.

2003 Wien ist die erste Stadt, die am Projekt „Öffnet die Türen für Christus - Stadtmission und Internationaler Kongress“ teilnimmt. Vom 23. Mai bis 1. Juni gibt es zahlreiche Aktivitäten. Die Pfarre nimmt beim Ideenforum im Ordinariat mit einer Posterpräsentation der „Grüß-Gott-Aktion“ teil, und fungiert als Gastgeber des „Zentrums für Ehe und Familie“, in dessen Rahmen die Schönstatt-Bewegung jeden Abend Vorträge anbietet.

 

Stadtmission


Im Frühjahr entstehen die „Schüttelfanten“, das Fußballteam der Pfarrkinder, die am 17. Juni das erste Match gegen die Ministranten von St. Rochus bestreiten.
Die diesjährige Pilger- und Studienreise führt im September auf den Spuren des heiligen Paulus durch Griechenland.
Am 1. Oktober findet ein überraschender, aber umso herzlicherer Besuch von Erzbischof Longinus da Cunha aus Ende, der Heimatdiözese unseres Kaplans, statt.
Im Oktober erscheint mit der ersten Ausgabe von „Youngsters“ wieder eine Kinder- und Jugendzeitschrift in unserer Pfarre.

2003 ist ein Jahr der Jubiläen für unseren Pfarrer: nach dem 40. Geburtstag und dem 15-jährigen Priesterjubiläum im Mai können wir ihm im November auch zur Promotion zum Doktor der Theologie gratulieren.
Das Jahr der Bibel 2003 wird Am Schüttel mit der Ökumenischen Bibelausstellung des Dekanats abgeschlossen. Bei der Eröffnung am 1. Dezember nehmen neben Weihbischof DDr. Helmut Krätzl und der Direktorin der (evangelischen) Österreichischen Bibelgesellschaft, Dr. Jutta Henner, auch Vertreter der altorientalischen Kirchen teil. Über 1.000 Besucher im Bundesblindeninstitut zeugen vom Interesse an der mit allen Sinnen erlebten Bibel.

2004 Mariazell steht am 22. Mai als Ziel der „Wallfahrt der Völker“ im Mittelpunkt des Mitteleuropäischen Katholikentages. Insgesamt rund 100.000 Pilger, vorwiegend aus den neuen EU-Beitrittsländern, versammeln sich in Mariazell und feiern trotz strömenden Regens eine feierliche und berührende Heilige Messe. Auch eine Gruppe aus unserer Pfarre nimmt daran teil.
Im Sommer beginnen die Renovierungsarbeiten an der Außenfassade der Kirche. Die Betonteile werden sandgestrahlt, die beschädigten Glasbausteine ausgetauscht und eine feste Verbindung zwischen Dach und Seitenwänden wird hergestellt. Außerdem wird die Fußbodenheizung unter den Bänken komplett erneuert.
Eine kleine Singgruppe unter der Leitung von Erich Schmid entsteht und unterstützt erstmals beim Patrozinium die Gemeinde mit mehrstimmigem Gesang.

2005 Nach der Flutkatastrophe, die Südostasien in den Weihnachtstagen heimgesucht hat, schließt sich unsere Pfarre den weltweiten Hilfsaktionen an. Da durch Kaplan Guidelbertus eine besondere Beziehung zu Indonesien besteht, findet am 16. Jänner ein Benefizgottesdienst zugunsten der kleinen Insel Nias statt. Gemeinsam mit der indonesischen Gemeinde und unter dem Ehrenschutz von Botschafter T. A. Samodra Sriwidjaja feiert Generalvikar Mag. Franz Schuster mit uns die Heilige Messe. An Spenden werden knapp 5.000 Euro gesammelt und an die Indonesische Bischofskonferenz zur Weiterleitung nach Nias übergeben.
Am selben Abend wird das Innere der Kirche geräumt, denn am nächsten Tag beginnt das große Projekt der Innenreinigung mittels Sandstrahlung. Während mehrerer Wochen ist die Kirche eine unbetretbare Baustelle. Die Gottesdienste werden im Pfarrsaal und in der Kapelle gefeiert.
Am 23. Februar kann die Heilige Messe wieder in der Kirche gefeiert werden, allerdings zu einem traurigen Anlass: Es ist die Seelenmesse für den am 9. Februar verstorbenen engen Pfarrmitarbeiter Mag. Fritjof Eisenzopf.
Die zu neuem Glanz renovierte Erlöserkirche erhält im Rahmen der in der Erzdiözese Wien erstmals veranstalteten „Langen Nacht der Kirchen“ am 10. Juni ein Stück aus ihrer Vergangenheit zurück. Das Altarbild „Christus salvator mundi“ von Bertold Löffler aus der alten Holzkirche wurde nach Jahrzehnten auf dem Dachboden der Pfarrhauses wiederentdeckt, restauriert, und frei unter der Decke der Kirche hängend wieder angebracht. Kardinal Christoph Schönborn nimmt an diesem Abend teil und segnet das Bild.
Auch die längst fällige Erneuerung der akustischen Anlage wird durchgeführt.
Ende Juni verabschieden wir uns von unserem langjährigen Organisten Wolfgang Geiger. Seine Stelle nimmt Peter Frisée aus Graz ein.
Im Herbst folgt wieder eine Reisegruppe den Spuren des Heiligen Paulus, diesmal in Syrien und in der Türkei. Leider erreichen uns während dieser Reise zwei Todesnachrichten: Pfarrgemeinderat Erwin Landgraf verstirbt plötzlich und Diakon Ernst Bohac erliegt am 21. Oktober seinem langen Leiden.
Beim Patrozinium am 6. November kommt die Messe „Zum Himmel, himmelhoch“ zur Aufführung, für die Erich Schmid Musik nach Texten von Robert Eder komponiert hat.

2006 Ein Jubeljahr für unsere Pfarre, die seit 1. Jänner 1946 besteht. Im Mai erscheint eine Festschrift mit Beiträgen (fast) aller, die auf ihrem persönlichen geistlichen Weg der Pfarre verbunden waren oder sind.
Ein Festkonzert und am folgenden Tag eine Messe von Valentin Rathgeber (mit der sich die Singgruppe zum Chor profiliert) runden die Feiern ab. In spiritueller Hinsicht beschäftigen wir uns in diesem Jahr besonders mit dem Thema „Berufung“.

 

Kreuz neu


Am 12. November feiern wir das Patrozinium mit Kardinal Schönborn. Der Festgottesdienst beginnt mit der Weihe des neuen Kreuzes vor der Kirche in der Böcklinstraße. Als Konzelebranten kommen Wolfgang Kaes, Leopold Mathias und Markus Beranek. Unter den Ehrengästen sind Sr. Hildegard Teuschl und Sr. Maria Theresia Puchinger, deren Berufung aus der Pfarre hervorging.

 

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Zwei verdiente Mitarbeiter der Pfarre, Helmut Puchinger und Walter Veinfurter, erhalten den Stephanusorden in Bronze für ihre langjährigen Dienste als ehrenamtliche Mesner und viele andere wertvolle Dienste.
Zum Abschluss der Feier segnet Kardinal Schönborn eine Gedenktafel im Presbyterium, die alle Pfarrer vom Schüttel erwähnt und zum Gebet für sie einlädt.

2007 Kindergarten und Hort der Pfarre bekommen eine neue Leiterin, Brigitte Weiss. Neu hinzu kommt in den folgenden Jahren eine Kinderkrippengruppe. Die vorbildliche Führung lässt Schülerinnen einer pädagogischen Bildungsanstalt ihre Praxiseinheiten im Kindergarten absolvieren.
Ein vom neugewählten Pfarrgemeinderat initiiertes Projekt unterstützt den Bau von Schulen und damit den Zugang zu Bildung für Kinder in Bangladesch.
Der schlechte bauliche und klangliche Zustand der Kirchenorgel macht Überlegungen zu einem neuen, eventuell einem gebrauchten Instrument notwendig. Bundesdenkmalamt und Referat für Kirchenmusik genehmigen den Abbruch der Novak-Orgel, die Diözese sagt finanzielle Unterstützung zu. In den kommenden Jahren sollen entsprechende Eigenmittel angespart werden.

2008 Im Sommer 2008 wird das Begegnungszentrum in der Sellenygasse renoviert und lädt zu pastoralen Veranstaltungen ein. Es bietet nun aber auch für private Feiern, Seminare etc. einen schönen Rahmen.
Am 5. Oktober wird unsere Pfarre zu einer „700.000-Seelen-Gemeinde“: Der ORF überträgt den Gottesdienst aus unserer Kirche bundesweit, via Internet sogar bis in den Norden Deutschlands. Fast zwei Stunden lang werden nach der Messe am Telefon viele positive Anrufe zu Liturgie und musikalischer Gestaltung entgegengenommen.

2009 Im Jänner nehmen wir Abschied von Kaplan Guidelbertus. Nach erfolgreich abgeschlossenem Theologiestudium kehrt er in seine Heimat Indonesien zurück, wo er am Priesterseminar von Maumere unterrichten wird. Damit er seine pastorale Tätigkeit auch in den entlegenen Dörfern ausüben kann, schenkt ihm die Pfarre ein Motorrad.

 

Abschied

Im April kommt unser neuer Kaplan, Bikash Hubert Rebeiro, aus Bangladesch nach Wien. Er widmet sich zunächst dem Erlernen der deutschen Sprache und beginnt sein Theologiestudium an der Universität Wien im Herbst 2010.
Der Frühsommer sieht zwei neue Initiativen: Die „Glaubenswege“ bieten alle zwei Monate ein Treffen mit Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet und zum Austausch zu verschiedenen religiösen Themen.
Zur Unterstützung des Orgelprojektes wird die Konzertserie „Barock im Prater“ ins Leben gerufen, die so hochrangige Ensembles wie das Concilium musicum Wien in die Erlöserkirche bringt.

2010 Im diözesanen Prozess „Apostelgeschichte 2010“ bringt sich auch die Pfarre durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen ein.
Eine „Mission von Herz zu Herz“ bringt im Mai Psalmenbilder und Meditationen der Malerin Johanna Schinko.
Die Renovierung des Pfarrsaales beginnt mit der aufwändigen Sanierung der WC-Anlagen.
Bereits zum zweiten Mal (nach 2008) kommen die Senioren aus dem Josef-Macho-Haus in einer Wallfahrt in die Pfarre um sich in Gottesdienst und Agape an Seele und Leib zu stärken.
Unter den 53.000 MinistrantInnen, die im Sommer nach Rom pilgern, ist auch eine Gruppe aus unserer Pfarre.
Im Herbst wird eine Legio Mariae-Gruppe in der Pfarr gegründet.
Mitte Oktober besucht Bischof Gervas Rozario aus der Heimatdiözese unseres Kaplans Bikash die Pfarre.

2011 Die Suche nach einer neuen Orgel geht weiter, mit einer Bausteinaktion werden finanzielle Mittel dafür gesammelt.
Der Eingangsbereich zur Kirche wird neugestaltet und erhält eine Rampe, sodass die Kirche nun barrierefrei zugänglich ist.

 

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Im Juni stimmt der Pfarrgemeinderat dem Kauf der Schuke-Orgel aus Essen zu. Neue, zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten, wie die Aktion „Ein Schnitzel für die Orgel“ werden ins Leben gerufen. Die Konzertserie „Barock im Prater“ wird fortgesetzt.
Nach fast 12 Jahren beendet Frau Moser ihre Tätigkeit als Pfarrsekretärin.

2012 Im März ist endlich so weit: Die ersten Bestandteile der neuen Orgel werden geliefert. Beim Aufbau kommt es dann allerdings zu Verzögerungen, sodass die Orgelweihe von Juni auf November verschoben werden muss. Im Herbst besucht eine Gruppe aus der Pfarre die alte Orgel der Pfarre, die nach Machovec im nördlichen Kroatien verkauft wurde. Dort wurden defekte Teile ersetzt und die Orgel neu aufgebaut. Am 18. November wird schließlich die Paulus-Orgel von Domdekan Karl Rühringer geweiht, danach findet bis spät in die Nacht ein großes Fest mit verschiedensten Darbietungen auf der Orgel statt.

 

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2013 Eine Gruppe von Pfarrangehörigen macht sich erneut auf den Weg, um die Menschen am Schüttel in ihrem Zuhause zu besuchen und das Wort Gottes zu verkünden.

Es ist wieder ein Jubiläumsjahr für Pfarrer Michael Ciurej: im Mai feiert er seinen 50. Geburtstag und sein Silbernes Priesterjubiläum, und er ist seit 15 Jahren Pfarrer Am Schüttel. Die Gemeinde schenkt ihm einen Baum, der im Pfarrgarten gepflanzt wird, und zu Pfingsten wird ein feierlicher Festgottesdienst vom Concilium musicum, das der Pfarre durch das Orgelprojekt mittlerweile nah verbunden ist, musikalisch umrahmt.

 

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Im Herbst heißt es erneut Abschied nehmen, diesmal von Kaplan Bikash, und wieder ist es ein Motorrad, das ihn symbolisch für die Arbeit in seiner Heimat begleitet. Am Sozius bereits sein Nachfolger, Kaplan Biswanath, ebenfalls aus Bangladesch.

 

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2014 Am 29. Juni feiert Dr. Michael Wagner, ein "Kind" des Schüttels, sein Silbernes Priesterjubiläum in unserer Pfarrkirche, wo vor 25 Jahren auch seine Primiz gefeiert wurde. Die Primizpredigt hielt damals Msgr. Franz Merschl, der auch diesmal konzelebriert und zugleich sein 60jähriges Priesterjubiläum feiert.


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Am 15. November findet die feierliche Installierung von Dr. Michael Wagner als Pfarr-Moderator der fünf Göllersbach-Pfarren in der Pfarrkirche Göllersdorf statt.
Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienst verleiht ihm Weihbischof Stefan Turnovszky das Evangeliar als äußeres Zeichen für die neue herausfordernde, aber auch wertvolle Arbeit für die Menschen der fünf Pfarrgemeinden.

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2015
Im Pfarrsaal wird die erste Etappe der Renovierung mit neuer Decke, neuen Türen sowie Erneuerung der Elektroinstallationen abgeschlossen.
Im Pfarrgarten müssen einige Bäume gefällt und die Pergola repariert werden. Ersatzpflanzungen und Sonnensegel sorgen nun für Schatten.


Seit dem 1. Adventsonntag gehört die Pfarre zum Dekanat 3 und ist Teil des "Entwicklungsraumes Am Donaukanal", gemeinsam mit den Pfarren St. Othmar, Erdberg und Neuerdberg.


2016 Am 15. Jänner wird in der Pfarre Neuerdberg der Startgottesdienst für den neuen Entwicklungsraum gefeiert, es finden auch die ersten Treffen der Pfarrgemeinderäte und Arbeitsgruppen statt.

Startgottesdienst 2016

 

 















Mit 1. September wird Kaplan Biswanath Marandy nach St. Othmar in Mödling versetzt.
Die Pfarre verabschiedet sich mit einem Geldgeschenk, über das er sich sehr freut.

Verabschiedung Biswanath © Pfarre Am Schüttel











Bischofsvisitation © Pfarre Am Schüttel



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Bischofsvisitation feiert Weihbischof DDr. Helmut Krätzl am 18. September mit uns die Eucharistie und erteilt der Pfarre den Segen.

 

20161123_1_cr.jpgEnde November 2016 kommt Biju Thomas in die Pfarre. Er stammt aus Indien, wo er Theologie studiert hat und zum Priester geweiht wurde. In Wien wird er Fundamentaltheologie und Christologie studieren und seine Doktorarbeit verfassen. In dieser Zeit wirkt er als Kaplan in der Pfarre.