DAS ORGELFEST

Das Orgelfest 2016 - Rückblick und Programm

Ganztägig verteilte Konzerte, Lesungen, Tanz- und Filmvorführungen mit Orgel(n) und Klavier, gespickt mit sommerlich-kulinarischen Genüssen und Erfrischungen.  Eduard Kutrowatz, Christoph Traxler, Florian C. Reithner, Lukas Frank, Sarah Ellensohn, Elke Eckerstorfer, Ines Schüttengruber, „erstes Wiener Heimorgelorchester“ u.a.m.


Das Orgelfest 2015 - Rückblick
Sonntag, 21. Juni 2015, 10.00 bis 23.00 Uhr

Am Sonntag, dem 21. Juni, war es soweit: „Das Orgelfest“ öffnete seine Pforten und präsentierte in ganztägig verteilten Kurzkonzerten (
für die Konzertblöcke um 13.00, 16.00 und 19.00 Uhr war jeweils ein Zutrittsticket zu einer Spende ab € 15,-- zu lösen) an der Paulus-Orgel wohlvertraute und nie dagewesene Glanzstücke aus der reichen Schatzkiste der Orgelmusik.

 



10.00 Uhr | Festliches Hochamt | Peter Planyavsky
Die liturgische Initialzündung von „Das Orgelfest“ musiziert Peter Planyavsky mit einem nach seinen – in weiten Teilen des deutschen Sprachraums zum Idealmaßstab gewordenen – Prinzipien musikalisch umrahmten Hochamt.


13.00 Uhr | Orgelkunst zwischen Nordsee und Seine
Martin Wadsack | Melissa Dermastia | Daniel Gottfried
Weitläufige Streifzüge durch die europäische Musiklandschaft von Johann Sebastian Bach bis Maurice Duruflé laden zur musikalischen Zeitreise. Musik aus vier Jahrhunderten verschafft einen breiten Überblick über Kompositionskunst und stilistische Besonderheiten einzelner Regionen.
Martin Wadsack zeigt in einer „Hommage an Buxtehude“, wie sich Johann Sebastian Bach im 18. und Petr Eben im 20. Jahrhundert mit dem Schaffen des norddeutschen Meisters Dietrich Buxtehude beschäftigt und dieses in die Tonsprache ihrer Zeit übersetzt haben.
Die frisch aus Frankreich zurückgekehrte Melissa Dermastia hat französisches im Gepäck und musiziert mit Maurice Duruflés „Prelude et Fugue sur le nom d’Alain“ den wohl schönsten musikalischen Nachruf der Orgelmusik auf den 1940 mit 29 Jahren gefallenen Jehan Alain. Was man eigentlich unter „Präludium und Fuge“ versteht und wie sich dieses Verständnis im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, demonstriert Daniel Gottfried mit drei herausragenden Meisterwerken dieser Gattung.


16.00 Uhr | Orgelglanz von der Werkstatt bis zum Filmpalast
Viktoria Bodem | Roman Hauser | Concilium musicum Wien | Klaus Sonnleitner
Roman Hauser und die Orgelbauerin Viktoria Bodem zeigen in einer Orgelführung für Jung und Junggebliebene, wie eine Orgel gebaut wird, was in ihr steckt und wie sie handzuhaben ist, bevor Roman Hauser den Part des Stummfilmimprovisators übernimmt. Mit animierten Kurzfilmen belebt er die beliebte Tradition der live-Improvisation in Kinopalästen wieder.
Dass das Instrument auch eine Geschichte abseits von eigens dafür bestimmten Räumen hat – sie hatte schon ihren Platz in römischen Arenen –  zeigen das Concilium musicum Wien und der Stiftsorganist von St. Florian, Klaus Sonnleitner, mit einer „Gartenserenade“ unter freiem Himmel.


19.00 Uhr | The King of Instruments
Nikita Gasser | Anna Bertsch feat. Hampus Lindwall | Angela Amodio feat. Stuart Freeman |
Soap&Skin feat. Peter Frisée
Dramatisch und dramaturgisch tauchen die Paulus-Orgel und die Videokünstlerin Anna Bertsch den Abend in neues Licht.
Nikita Gasser interpretiert Meisterwerke von Johann Sebastian Bach, die durch Licht und Projektionen einen neuen und verständlichen Zugang zum Werk des großen Thomaskantors ermöglichen.
Hampus Lindwall zückt sein iPad und improvisiert mit dessen Unterstützung ein musikalisch-leuchtendes Ton- und Lichtfeuerwerk mit Anna Bertsch.
Angela Amodio und Stuart Freeman erzählen sprechend, spielend und spielerisch mit William Albrights „The King of Instruments“ von Orgeln, Registern, Organisten und deren oftmals skurrilen Eigenheiten, bevor Soap&Skin und Peter Frisée ihre Musik zur abendbekrönenden Klanggewalt vereinen und den Beweis antreten, dass die Orgel auch im 21. Jahrhundert noch „Die Königin der Instrumente“ ist.

 

Die Konzerte werden auf Leinwand übertragen und von den Künstlern moderiert.