Pfarrchronik der Pfarre Am
Schüttel

1925 wird unter Professor Dr. Alois Hackenberg - der
als Religionsprofessor im Bundeskonvikt Josef Gall Gasse tätig ist - ein
Kirchenbauverein im Wohnviertel "Am Schüttel" gegründet.

1926 erreicht Prof. Hackenberg die Überführung eines
Holzkirchleins aus dem Barackenlager für Kriegsverwundete im 10. Bezirk, bei
der "Spinnerin am Kreuz". Dieser Holzbau wird kostenlos überlassen
und in der Rustenschacherallee auf einem Betonfundament aufgebaut. Als Altarbild
wird "Die Verklärung Christi" von Prof. Löffler verwendet.
Kardinal Dr. Piffl weiht am 26. November diese Notkirche zum
"Allerheiligsten Erlöser".
Pfarrkirche bleibt weiterhin St. Johann Nepomuk auf der
Praterstraße.
1936 wird die seelsorgliche Betreuung den Patres des
Trinitarierordens übertragen.
1945 Die Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges
hinterlassen im heutigen Pfarrgebiet Zerstörung, Schrecken, Hunger und viele
Tote. Auch das Holzkirchlein bekommt viele Granateinschläge ab.
1946 Am 1. Jänner wird unser Gebiet laut Urkunde von
Kardinal Dr. Innitzer zur eigenen Pfarrgemeinde "Am Schüttel"
erhoben.
Im März wird Provisor GR Raimund Matl zum ersten Pfarrer
ernannt. Sowohl die Wohnung des Pfarrers, wie auch die Kirchenbeitragsstelle
und die Pfarrkanzlei befinden sich im Haus Böcklinstraße 44.
Im Oktober wird Dr. Wilhelm Hochbichler zum Kaplan bestellt.
1948 Dr. Franz Puffer kommt als Kaplan in die Pfarre
Am Schüttel.
1949 Kaplan Dr. Hochbichler wird in den Schuldienst
bestellt und verläßt die Pfarre.
Kaplan Dr. Franz Puffer wird als Kaplan nach Wien-Oberlaa
berufen.
1950 P. Paul Mondkowski wird neuer Kaplan, ebenso
OSSt Martin Probson.
1954 erkrankt der erste Pfarrer vom
"Schüttel", er wird zum Konsistorialrat ernannt und geht in Pension.
An seiner Stelle wird GR Dr. Franz Rothstern im Juli zum
Pfarrer bestellt.
Er erreicht zwar den Ankauf eines Bauplatzes für einen
Kirchenneubau, jedoch wird die Durchführung vom erzbischöflichen Ordinariat
zurückgestellt. Deshalb werden an der Notkirche die Kriegsschäden beseitigt. Es
müssen Reparaturen im Altarraum, an der Orgel und in der Sakristei durchgeführt
werden. Die Piusglocke wird angeschafft.
1955 Es erscheint zum ersten Mal das Pfarrblatt.
1959 Die Kapläne Mondkowski und Probson werden aus
der Pfarre abberufen.
1960 Im Juni stirbt nach schwerer Krankheit Pfarrer
Dr. Rothstern.
Kardinal Dr. Franz König setzt Edmund Decrinis - der bisher
als Studienpräfekt tätig war - zum dritten Pfarrer ein.
Im Oktober beginnt der Bau der neuen Erlöserkirche nach den
Plänen von Arch.Prof. Lorenz und Dipl.-Ing. Orba.
1961 Im Jänner kann das Fundament fertiggestellt
werden.

Im Februar erfolgt die Grundsteinlegung durch Erzbischof Dr.
Jachym und im Dezember wird Dachgleiche gefeiert.
Im Haus Böcklinstraße 35 wird für Kinder- und
Jugendseelsorge und sonstige pfarrliche Bedürfnisse eine Eigentumswohnung
angekauft und im Februar durch Dechant Msgr. Dr. Poch eingeweiht.
1962 ist für die Pfarre "Am Schüttel" ein
"Weihejahr".

Im April wird das Turmkreuz - bereits im neuen Kirchenraum -
eingeweiht.
Im September erfolgt durch Weihbischof Dr. Weinbacher die
Weihe der inzwischen angeschafften Josefsglocke. Die Glocken finden ihren Platz
in der Glockenstube des heutigen Turmes.
Am 9. Dezember feiert Koadjutor Erzbischof Dr. Jachym mit
der Pfarrgemeinde "Am Schüttel" die Einweihung der neuen
Erlöserkirche.
1963 erfolgt der Abbruch des alten Holzkirchleins,
wobei ungeahnte Schäden offenbar werden. Auf dem durch den Abbruch
freigewordenen Grundstück wird mit dem Bau des Pfarrhauses begonnen.

Prof. Dr. Otto Albrecht und Dr. Ladislaus Kocsis sind bis
1964 als Kapläne hier tätig.
1965 Im Juni kann das neue Pfarrhaus bezogen werden.
Erzbischof Dr. Jachym weiht es im Oktober.

Ein neuer Pfarr-Caritas-Kindergarten wird eröffnet und
geweiht.
1966 Der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Opilio
Rossi zelebriert am 9. November aus Anlaß der 40-Jahr-Feier der Pfarre Am
Schüttel eine Festmesse.
1967 wird Kaplan Walter Mück in die Pfarre
Wien-Penzing berufen. An seiner Stelle kommt Kaplan Roman Lemberger.
1968 Am 8. September wird Dr. Gerhard Holotik aus
unserer Pfarre zum Priester geweiht und feiert hier seine Primiz.
1969 Die Pfarre erhält Nachricht, daß Dr. Wilhelm
Hochbichler - Kaplan am Schüttel von 1946 bis 1949 am 10. Juni verstorben ist.
1970 Der erst 27 Jahre alte Kaplan Roman Lemberger
stirbt.
Dr. Karl Petenyi - ehemals Pfarrer in Ungarn - wird neuer
Kaplan.
1972 Es werden erstmals Pfarrgemeinderatswahlen
durchgeführt.
Im Dezember feiert Erzbischof Dr. Schoiswohl mit der
Pfarrgemeinde "10 Jahre neue Erlöserkirche".
1973 Am 20. Juni wird die neue Pfeifenorgel durch
Weihbischof DDr. Jakob Weinbacher geweiht. Damit ist die Ausgestaltung der
Kirche abgeschlossen.
Der Kreuzweg wurde gestaltet von Prof. Deed, die
Schutzmantelmadonna hat Prof. Peschke geschaffen, das Altarbild vom
gekreuzigten Erlöser - eine Emailearbeit - stammt von der akademischen Malerin
Gertrude Stöhr, den Hintergrund setzte aus antiken Goldmosaiksteinchen Prof.
Hermann Bauch. Der Rahmen ist aus Naturstein aus St. Margarethen im Burgenland
gebildet.
Im Mai erfolgt eine Pfarrgebietsvergrößerung.
1974 Gründung der Familienrunden.
1975 Im Juni gibt es zum ersten Mal eine
Pfarr-Firmung. Firmspender ist Erzbischof Dr. Schoiswohl.
Ernst Bohac wird im November in der Pfarrkirche Penzing zum
Diakon geweiht.
1976 ist ein Jubliäumsjahr. Pfarrer Edmund Decrinis
feiert sein 25-jähriges Priesterjubiläum, die Pfarrgemeinde ihr 30
Jahr-Jubiläum und seit 50 Jahren gibt es "Am Schüttel" eine
Erlöserkirche.
1977 Im März besucht Erzbischof Kardinal Dr. Franz
König anläßlich einer Visitation die Pfarrgemeinde.

Pfarrer Edmund Decrinis wird zum Dechant der Leopoldstadt
gewählt und zum erzbischöflichen Konsistorialrat ernannt.
Kaplan Dr. Karl Petényi scheidet aus dem Seelsorgedienst der
Erzdiözese Wien aus.
Dr. Leopold Mathias wird neuer Kaplan.
1980 wird wieder gefeiert. KR Dechant Edmund Decrinis
ist seit 20 Jahren Pfarrer "Am Schüttel". Seit 15 Jahren gibt es den
Pfarr-Caritas-Kindergarten.
Der Abschluß des österreichischen Staatsvertrages jährt sich
um 25. Mal. Eine große Wallfahrt führt nach Mariazell.
1981 Am 31. Mai wird die in der Erlöserkirche
eingerichtete neue Josefskapelle geweiht.
Im August findet eine Pilgerfahrt nach Israel unter der
Leitung von Kaplan Dr. Mathias statt.
Die Pfarrjugend beschließt die Herausgabe einer eigenen
Jugendzeitschrift und so erscheint JAS AKTIV zum ersten Mal.
1982 Im September wird Kaplan Dr. Leopold Mathias zum
Pfarrer in Wien-Favoriten bestellt.
Kardinal Dr. König zelebriert eine Festmesse zum Jubiläum
"20 Jahre neue Erlöserkirche".
Nach fünfjähriger Amtsperiode wird KR Pfarrer Edmund
Decrinis von Pfarrer G. Volk als Dechant der Leopoldstadt abgelöst.
1984 Im Mai führt eine von Pfarrer Decrinis geleitete
Pilgerflugreise nach Lourdes.
Die Pfarre wird vom Ableben von GR Prof. Dr. Otto Albrecht,
der von 1963 bis 1964 als Kaplan hier wirkte, verständigt.
1985 Am 28. Februar stirbt Dr. Karl Petény, der von
1970 bis 1977 in der Pfarre als Kaplan tätig war.
KR Edmund Decrinis ist seit 25 Jahren Pfarrer "Am
Schüttel", was mit einer Festmesse mit Weihbischof Dr. Helmut Krätzl
gefeiert wird.
Lucjan Bielas - ein junger Priester aus Polen, der in Wien
seine Studien weiterführt - wird für ein Jahr zum Aushilfskaplan bestellt.
Es wird mit dem Pfarrsaalumbau begonnen; Fußboden,
Zwischendecke und Beleuchtung werden erneuert.
1986 Die Renovierung des Pfarrsaales wird mit dem
Ausbau des Bühnenbereiches abgeschlossen.
Nach einer 2. Hüftgelenksoperation und darauffolgenden
Komplikationen im Mai muß Pfarrer KR Edmund Decrinis die Arbeit in der Pfarre
mit Ende August zurücklegen.

Mag. Ing. Wolfgang Kaes übernimmt als Moderator die Pfarre
und wird am 14. Dezember von Bischofsvikar P. Josef Zeininger als neuer Pfarrer
in sein Amt eingeführt.
1987 25 Jahre neue Erlöserkirche - die Festmesse am
8. Dezember feiert Bischofsvikar Pater Zeininger in Konzelebration mit Pfarrer
Kaes, Altpfarrer Decrinis, Dechant Volk und den ehemaligen Kaplänen Mück und
Bielas.
Das Pfarrcafé, eine mittlerweile aus dem Pfarrleben nicht
mehr wegzudenkende Institution, wird ins Leben gerufen.
„Tante Franzi“, Frau Franziska Oswald, wird
Kindergartenleiterin.
1988 Für die Josefskapelle wird ein von Hermine
Aichenegg-Rieger gestalteter Wandteppich mit Bildern aus dem Leben des Hl.
Josef angeschafft.

Im Mai wird Michael Wagner aus unserer Pfarre zum Diakon
geweiht.
Gegen Ende des Jahres wird Gerhard Gansterer zum
Aushilfskaplan bestellt, kann aber krankheitshalber leider nicht lange hier
bleiben.
Das Kommuniongitter in der Kirche wird enfernt.
1989 Am 29. Juni wird Diakon Michael Wagner zum
Priester geweiht.

Für das Schuljahr 1989/90 kommt Diakon Michael Scharf als
Praktikant in unsere Pfarre.
1990 Am 29. Juni wird Diakon Michael Scharf zum
Priester geweiht und feiert seine Nachprimiz am 23. September hier "Am
Schüttel".
Der Pfarrkindergarten feiert mit einem großen Erntedankfest
am 7. Oktober sein 25-Jahr-Jubiläum.
Am 4. Dezember stirbt Magda Tuschanek im 76. Lebensjahr. Sie
war von 1956 bis 1986 als Pfarrschwester und in der Pfarrkanzlei tätig.
1991 Altpfarrer KR Edmund Decrinis feiert mit der
Schüttler Pfarrgemeinde sein 40-jähriges Priesterjubiläum.
Ernst Steindl kommt für ein Jahr als Praktikant in die
Pfarre.
Franz Birnbaum ist seit 50 Jahren Organist am Schüttel.
Gertraud Lettmüller wird Pfarrsekretärin.
1992 Am 31. Mai wird Ernst Steindl zum Diakon
geweiht.
Am 8. November wird die 4. Glocke - die
"Effataglocke" - durch Bischof Schönborn geweiht.

Zum Jahreswechsel 1992/93 findet das Europäische
Jugendtreffen in Wien statt. 106.000 Jugendliche aus Europa sind nach Wien
gekommen. Einige wohnen bei uns in der Pfarre.
1993 Am 6. November eröffnen wir unseren neuen
Kindergarten in der Schüttelstraße 73.
Wolfgang Geiger wird Organist.
1994 Im Jänner muss das Turmkreuz abgetragen werden,
da es dringend renovierungsbedürftig ist.
Am 27. Februar wird das neue Turmkreuz gesegnet und am
nächsten Tag am Turm befestigt. Dabei wird festgestellt, dass überhaupt der
ganze Turm renoviert werden muss. Nach der Vorbereitung und einer lebendigen
Diskussion in der Pfarre werden die Arbeiten eingeleitet.

Wolfgang Lassl absolviert sein pastorales Praxisjahr in
unserer Pfarre.
1995 Der Herbst bringt wieder einige Jubiläen: unser
Kindergarten besteht seit 30 Jahren, Diakon Ernst Bohac wurde vor 20 Jahren zum
Diakon geweiht.
1996 Altpfarrer Edmund Decrinis feiert am 26. Juni
sein 45-jähriges Priesterjubiläum. Am 29. Juni feiert Pfarrer Wolfgang Kaes
sein 15-jähriges Priesterjubiläum.
Während dieses Jahres werden auch die Räume des alten
Kindergartens in der Sellenygasse umgebaut und als Begegnungszentrum der Pfarre
zur Verfügung gestellt. Die Eröffnung und Segnung erfolgt am 10. November im
Rahmen des Patroziniums.
Pfarrer Wolfgang Kaes wird zum Pfarrer in St. Benedikt am
Leberberg (Wien 11) bestellt. Bis zur Fertigstellung der dortigen Kirche bleibt
er noch Pfarrer am Schüttel.
Am 3. Dezember verstirbt Altpfarrer Edmund Decrinis.
1997 Am 22. Juni wird Pfarrer Kaes nach 11 Jahren
pastoraler Tätigkeit verabschiedet.
Am 1. September übernimmt Mag. Anton Mayrhofer die Pfarre
und wird am 21. September von Bischofsvikar Anton Berger in sein Amt
eingeführt.

Unser ehemaliger Praktikant Markus Beranek feiert am 14.
September am Schüttel seine Nachprimiz.
Frau Gerda Furtner übernimmt die Leitung unseres
Pfarrkindergartens.
Der Oktober bringt eine wichtige technische Neuerung: wir
sind im Internet und haben eine eigene Homepage.
Vom 2. bis 9. November unternimmt eine Gruppe aus 26
Teilnehmern eine Reise ins Heilige Land.
Der Jahreswechsel bringt wieder ein Jugendtreffen: 90
Jugendliche sind im Rahmen des Taizétreffens zu Gast in unserer Pfarre.
1998 Der Erzbischof von Wien, Kardinal Schönborn,
visitiert unsere Pfarre. Als Höhepunkt wird am 8. März ein feierlicher
Gottesdienst gefeiert.
Mit Ende August resigniert Pfarrer Mayrhofer auf die Pfarre
und wird mit 1. September Pfarrer in Großmugl/NÖ.
Am 1. September übernimmt Mag. Michael Ciurej als Moderator
unsere Pfarre.
Nach 35 Jahren im kirchlichen Dienst tritt unser Mesner,
Herr Leopold Franer, in den Ruhestand. Den Mesnerdienst übernehmen einige
ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Pfarre.
Am 17.Oktober wird Mag. Ciurej von Bischofsvikar Anton
Berger der Pfarre offiziell vorgestellt.
Am 20. Oktober wird das erste Pfarrforum abgehalten. Der
Ist-Zustand der Pfarre wird analysiert und es werden Pläne für die Zukunft
gemacht.
1999 Im September nimmt unsere bisherige Sekretärin,
Frau Gertraud Lettmüller, Abschied von der Pfarre. Die Kanzleistunden werden
aus Ersparnisgründen reduziert. Die neue Pfarrsekretärin, Frau Gerda Moser,
wird mit 25 Stunden angestellt.
Im September wird die Fußwallfahrt nach Mariazell unter der
Leitung von DI Architekt Werner Nuhsbaumer wiederbelebt.
Im Oktober beginnt der Umbau des Pfarrhauses. Das ganze
Pfarrhaus bekommt neue Fenster. Im ersten Stock entstehen eine Gäste- und eine
Studentenwohnung sowie ein Caritas-Zimmer, und im zweiten Stock wird eine neue
Wohnung für den Pfarrer und eine Mietwohnung errichtet.
2000 Im Mai beginnt in unserer Pfarre die
Hausbesuchsaktion „Grüß Gott 2000“. Wir wollen in den kommenden Jahren alle
Pfarrbewohner besuchen. Der Pfarrer und eine Gruppe von Mitarbeitern gehen von
Tür zu Tür und begrüßen alle Pfarrbewohner ohne Ausnahme. Ungefähr 70 % der
Besuchten öffnen uns die Tür und dabei kommt es nicht selten zu interessanten
Gesprächen.
Im Sommer pilgert unsere Pfarre mit der Bibel in der Hand
auf den Spuren des Volkes Gottes durch Ägypten, Jordanien und Israel.
Mit Ende dieses Jahres haben wir die Schulden für die
Turmsanierung vollständig zurückbezahlt, und der Turm steht auch wieder für
fröhliche Anlässe, wie das Abschlußfest der Jungschar, zur Verfügung.

2001 Das Pfarrforum wird zum erweiterten
Pastoralausschuss umgestaltet.
Im Mai beginnen wir uns mit dem Gedanken über die
Notwendigkeit der Kirchenrenovierung und eines Umbaues des Presbyteriums zu
beschäftigen. Am 27. Mai halten wir die erste symbolische Sammlung ab. Die
Bestandsaufnahme der Kirche soll erfolgen, nachdem wir die Renovierung des
Pfarrhauses abgeschlossen haben.
Im Oktober führt eine Buswallfahrt eine Gruppe von 20
Pfarrmitgliedern zu heiligen Stätten in Frankreich: Ars, Lourdes, Nevers und in
Paris die Kapelle der Wundertätigen Medaille und das Sanktuarium des Hl.
Vinzenz von Paul.
Im November wird der Umbau des Erdgeschosses des Pfarrhauses
begonnen. Zwei Windfänge aus Glas werden eingebaut und die Stiege auf der
Gartenseite wird neu gestaltet. Das Pfarrhaus bekommt auch eine Wärmedämmung.

2002 Im Jänner feiert unser Diakon Ernst Bohac seinen
80. Geburtstag.
Ein Höhepunkt im Pfarrleben ist der Besuch des Pariser
Erzbischofs, Kardinal Jean-Marie Lustiger. Im Rahmen des Startfestes zur
Stadtmission 2003 feiert er zusammen mit der französischen Delegation am 4. Mai
in unserer Kirche eine Heilige Messe.

Zum Ende des Arbeitsjahres wird der Umbau des Pfarrhauses
abgeschlossen.

Wir verabschieden uns von Dechant Gerhard Volk, der auch als
Pfarrer von St. Johann Nepomuk in den Ruhestand tritt. Sein Nachfolger als
Dechant wird Ferenc Simon, Pfarrer Am Tabor; unser Pfarrer Mag. Ciurej wird
Vizedechant.
Wie schon im Jahr 2000 in Rom nehmen wieder einige
Jugendliche unserer Pfarre am Weltjugendtreffen mit Papst Johannes Paul II.,
diesmal in Toronto, teil.
Durch das Jahrhundert-Hochwasser dieses Sommers wird auch
unsere Pfarre in Mitleidenschaft gezogen. Im Keller des Pfarrhauses steigt das
Grundwasser auf 80 cm Höhe und richtet großen Schaden an, vor allem an der
Heizung. Die schweren Regenfälle zeigen auch, dass Dach und Isolierung der
Kirche sanierungsbedürftig sind.
Unser ehemaliger Diakonpraktikant Michael Scharf wird mit 1.
September Leiter des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien.
Ab September übernimmt Frau Michaela Schwarz die Leitung
unseres Pfarrkindergartens.
Eine Pilgergruppe folgt in der Westtürkei den Spuren der
Apokalypse.
Ab Oktober
übernimmt Pfarrer Michael Ciurej eine Lehrtätigkeit an der Päpstlichen Akademie
in Krakau, für die er einmal im Monat für einige Tage nach Polen fährt. Zu
seiner Unterstützung bekommen wir einen Aushilfskaplan, Guidelbertus Tanga aus
Indonesien, der im Rahmen eines pastoralen Studienprogramms für einige Jahre
nach Österreich gekommen ist.
Am 8. Dezember
zelebriert Generalvikar Schuster einen Festgottesdienst anlässlich des
Jubiläums „40 Jahre neue Erlöserkirche“.

2003 Wien ist die erste Stadt, die am Projekt
„Öffnet die Türen für Christus - Stadtmission und Internationaler Kongress“
teilnimmt. Vom 23. Mai bis 1. Juni gibt es zahlreiche Aktivitäten. Unsere
Pfarre nimmt beim Ideenforum im Ordinariat mit einer Posterpräsentation der
„Grüß-Gott-Aktion“ teil, und fungiert als Gastgeber des „Zentrums für Ehe und
Familie“, in dessen Rahmen die Schönstatt-Bewegung jeden Abend Vorträge
anbietet.

Im Frühjahr
entstehen die „Schüttelfanten“, das Fußballteam unserer Pfarrkinder, die am 17.
Juni das erste Match gegen die Ministranten von St. Rochus bestreiten.
Die diesjährige
Pilger- und Studienreise führt im September auf den Spuren des heiligen Paulus
durch Griechenland.
Am 1. Oktober
findet ein überraschender, aber um so herzlicherer Besuch von Erzbischof
Longinus da Cunha aus Ende, der Heimatdiözese unseres Kaplans, statt.
Im Oktober
erscheint mit der ersten Ausgabe von „Youngsters“ wieder eine Kinder- und
Jugendzeitschrift in unserer Pfarre.
2003 ist ein Jahr der Jubiläen für unseren Pfarrer: nach dem
40. Geburtstag und dem 15-jährigen Priesterjubiläum im Mai können wir ihm im
November auch zur Promotion zum Doktor der Theologie gratulieren.
Das Jahr der
Bibel 2003 wird am Schüttel mit der Ökumenischen Bibelausstellung des Dekanates
abgeschlossen. Bei der Eröffnung am 1. Dezember nehmen neben Weihbischof DDr.
Helmut Krätzl und der Direktorin der (evangelischen) Österreichischen
Bibelgesellschaft, Dr. Jutta Henner, auch Vertreter der altorientalischen
Kirchen teil. Über 1000 Besucher im Bundesblindeninstitut zeugen vom regen
Interesse an der mit allen Sinnen erlebten Bibel.
2004 Mariazell steht am 22. Mai als Ziel der
„Wallfahrt der Völker“ im Mittelpunkt des Mitteleuropäischen Katholikentages.
Insgesamt rund 100.000 Pilger, vorwiegend aus den neuen EU-Beitrittsländern,
versammeln sich in Mariazell und feiern trotz strömenden Regens eine feierliche
und berührende Hl. Messe. Auch eine Gruppe aus unserer Pfarre nimmt daran teil.

Im Sommer beginnen die Renovierungsarbeiten an der
Außenfassade der Kirche. Die Betonteile werden sandgestrahlt, die beschädigten
Glasbausteine ausgetauscht und eine feste Verbindung zwischen Dach und
Seitenwänden wird hergestellt. Außerdem wird die Fußbodenheizung unter den
Bänken komplett erneuert.

Eine kleine Singgruppe unter der Leitung von Erich Schmid
entsteht und unterstützt erstmals beim Patrozinium die Gemeinde mit
mehrstimmigem Gesang.
2005 Nach der Flutkatastrophe, die Südostasien in den
Weihnachtstagen heimgesucht hat, schließt sich unsere Pfarre den weltweiten
Hilfsaktionen an. Da durch Kaplan Guidelbertus eine besondere Beziehung zu
Indonesien besteht, findet am 16. Jänner ein Benefizgottesdienst zugunsten der
kleinen Insel Nias statt. Gemeinsam mit der indonesischen Gemeinde und unter
dem Ehrenschutz von Botschafter T.A. Samodra Sriwidjaja feiert Generalvikar
Mag. Franz Schuster mit uns die Hl. Messe. An Spenden werden knapp 5.000,- Euro
gesammelt und an die Indonesische Bischofskonferenz zur Weiterleitung nach Nias
übergeben.

Am selben Abend noch wird das Innere der Kirche geräumt,
denn am nächsten Tag beginnt das große Projekt der Innenreinigung mittels
Sandstrahlung. Während mehrerer Wochen ist die Kirche eine unbetretbare
Baustelle. Die Gottesdienste werden im Pfarrsaal und in der Kapelle gefeiert.

Am 23. Februar kann die Hl. Messe wieder in der Kirche
gefeiert werden, allerdings zu einem traurigen Anlass: es ist die Seelenmesse
für unseren am 9. Februar verstorbenen jahrzehntelangen „Kirchenwirt“ und engen
Pfarrmitarbeiter, Mag. Fritjof Eisenzopf.

Die zu neuem Glanz renovierte Erlöserkirche erhält im Rahmen
der in der Erzdiözese Wien erstmals veranstalteten „Langen Nacht der Kirchen“
am 10. Juni ein Stück aus ihrer Vergangenheit zurück. Das Altarbild „Christus
salvator mundi“ von Bertold Löffler aus der alten Holzkirche wurde nach
Jahrzehnten auf dem Dachboden der Pfarrhauses wiederentdeckt, restauriert, und
frei unter der Decke der Kirche hängend wieder angebracht. Kardinal Christoph
Schönborn nahm an diesem Abend teil und segnete das Bild.
Auch die längst fällige Erneuerung der akustischen Anlage
wird durchgeführt.
Ende Juni verabschieden wir uns von unserem langjährigen
Organisten Wolfgang Geiger. Seine Stelle nimmt Peter Frisée aus Graz ein.
Im Herbst folgt wieder eine Reisegruppe den Spuren des hl.
Paulus, diesmal in Syrien und in der Türkei. Leider erreichen uns während
dieser Reise zwei Todesnachrichten: Pfarrgemeinderat Erwin Landgraf verstirbt
ganz plötzlich, und Diakon Ernst Bohac erliegt am 21. Oktober seinem langen
Leiden.
Beim Patrozinium am 6. November kommt die Messe
„Zum Himmel, himmelhoch“ zur Aufführung, für die Erich Schmid Musik nach
Texten von Robert Eder komponiert hat.
2006 Ein Jubeljahr für unsere Pfarre, die seit 1. Jänner 1946 besteht.
Im Mai erscheint eine Festschrift mit Beiträgen (fast) aller, die auf ihrem
persönlichen geistlichen Weg der Pfarre verbunden waren oder sind.

Ein Festkonzert und am folgenden Tag eine Messe von Valentin
Rathgeber (mit der sich die Singgruppe zum Chor profiliert) runden die Feiern
ab. In spiritueller Hinsicht beschäftigen wir uns in diesem Jahr besonders mit
dem Thema „Berufung“.

Am 12. November feiern wir das Patrozinium mit Kardinal
Schönborn. Der Festgottesdienst begann mit der Weihe des neuen Kreuzes vor der
Kirche in der Böcklinstraße. Als Konzelebranten kamen Wolfgang Kaes, Leopold
Mathias und Markus Beranek. Unter den Ehrengästen waren Sr. Hildegard Teuschl
und Sr. Maria Theresia Puchinger, deren Berufung aus der Pfarre hervorging.


Zwei verdiente Mitarbeiter der Pfarre, Helmut Puchinger und
Walter Veinfurter, erhielten den Stephanusorden in Bronze für ihre langjährigen
Dienste als ehrenamtliche Mesner und viele andere wertvolle Dienste.

Zum Abschluss der Feier segnete der Herr Kardinal eine
Gedenktafel im Presbyterium, die alle Pfarrer vom Schüttel erwähnt und zum
Gebet für sie einlädt.
2007 Kindergarten und Hort der Pfarre
bekommen eine neue Leiterin, Frau Brigitte Weiss. Neu hinzu kommt in den
folgenden Jahren eine Kinderkrippengruppe. Die vorbildliche Führung lässt
Schülerinnen einer pädagogischen Bildungsanstalt ihre Praxiseinheiten im
Kindergarten absolvieren.
Ein vom neugewählten Pfarrgemeinderat initiiertes Projekt
unterstützt den Bau von Schulen und damit den Zugang zu Bildung für Kinder in
Bangladesch.
Der schlechte bauliche und klangliche Zustand unserer
Kirchenorgel macht Überlegungen zu einem neuen, eventuell einem gebrauchten
Instrument notwendig. Bundesdenkmalamt und Referat für Kirchenmusik genehmigen
den Abbruch der Novak-Orgel, die Diözese sagt finanzielle Unterstützung zu. In
den kommenden Jahren sollen entsprechende Eigenmittel angespart werden.
Bitte unterstützen Sie unser Projekt: Eine
neue Orgel für die Erlöserkirche Am Schüttel
2008 Im Sommer 2008 wird das
Begegnungszentrum in der Sellenygasse renoviert und lädt zu pastoralen
Veranstaltungen ein. Es bietet nun aber auch für private Feiern, Seminare etc.
einen schönen Rahmen.
Am 5. Oktober wird unsere Pfarre zu einer
"700.000-Seelen-Gemeinde": der ORF überträgt den Gottesdienst aus
unserer Kirche bundesweit, via Internet sogar bis in den Norden Deutschlands.
Fast 2 Stunden lang werden nach der Messe am Telefon viele positive Anrufe zu
Liturgie und musikalischer Gestaltung entgegengenommen.

2009 Im Jänner nehmen wir Abschied von unserem Kaplan
Guidelbertus. Nach erfolgreich abgeschlossenem Theologiestudium kehrt er in
seine Heimat Indonesien zurück, wo er am Priesterseminar von Maumere
unterrichten wird. Damit er seine pastorale Tätigkeit auch in den entlegenen
Dörfern ausüben kann, schenkt ihm die Pfarre ein Motorrad, nach dem Motto:
"Hinauszutragen zu den Menschen / die Früchte deiner Saat / bekamst von Gott
du Füße /von uns ein Motorrad!"

Im April kommt unser neuer Kaplan, Bikash
Hubert Rebeiro, aus Bangladesch nach Wien. Er widmet sich zunächst dem
Erlernen der deutschen Sprache und beginnt sein Theologiestudium an der
Universität Wien im Herbst 2010.
Der Frühsommer sieht zwei neue Initiativen:
Die "Glaubenswege" bieten alle zwei Monate ein
Treffen mit Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet und zum Austausch zu
verschiedenen religiösen Themen.
Zur Unterstützung des Orgelprojektes
wird die Konzertserie "Barock im Prater" ins Leben gerufen, die so
hochrangige Ensembles wie das Concilium musicum Wien in die Erlöserkirche
bringt.

2010 Im diözesanen Prozess "Apostelgeschichte
2010" bringt sich auch die Pfarre durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen
ein.
Eine "Mission von Herz zu Herz" bringt im Mai
Psalmenbilder und Meditationen der Malerin Frau Johanna Schinko.


Die Renovierung des Pfarrsaales beginnt mit der aufwändigen
Sanierung der WC-Anlagen.
Bereits zum zweiten Mal (nach 2008) kommen die Senioren aus
dem Josef-Macho-Haus in einer Wallfahrt in die Pfarre um sich in Gottesdienst
und Agape an Seele und Leib zu stärken.


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